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Welt-Sepsis-Tag: Anästhesiologie will aufklären

Details
Erstellt: 11. September 2023

Nürnberg. Es ist eine der häufigsten Todesursachen: Rund 230.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einer Sepsis, mindestens 85.000 davon versterben – auch, weil das Wissen über Symptome im Allgemeinen sowie das fachspezifische Wissen über das, was bei einer Sepsis im Körper genau passiert, noch zu gering ist. Zum Welt-Sepsis-Tag, der alljährlich am 13. September stattfindet, wollen die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) sowie der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e.V. (BDA) daher auf die Bedeutung rechtzeitiger Erkennung und Forschung zum Thema aufmerksam machen.

„A und O ist, die Sepsis frühzeitig zu diagnostizieren“, erklärt Prof. Dr. Gernot Marx, Leiter der Klinik für Intensivmedizin und Intermediate Care am Universitätsklinikum Aachen und designierter Präsident der DGAI. In diesem Fall kann die Erkrankung meist gut behandelt werden. Doch viel zu häufig verstreichen wertvolle Stunden, bis die Sepsis erkannt und eine Behandlung eingeleitet wird. „Das muss sich ändern und dazu wollen wir beitragen“, so Marx.

So wollen DGAI und BDA einmal mehr typische Symptome einer Sepsis in Erinnerung rufen. „Im Volksmund wird die Sepsis häufig als Blutvergiftung bezeichnet“, erläutert Marx. Doch mit einer Vergiftung habe die Krankheit eigentlich nichts zu tun. „Eine Sepsis ist der schwerste Verlauf einer Infektionserkrankung. Sie entsteht, wenn die Wirtsantwort auf die Infektion z.B. durch Bakterien, Pilze oder Viren derart aus dem Ruder läuft, dass es zum Auftreten schwerer Organfunktionsstörungen oder gar zum Organversagen kommt.“  


Nie zuvor gekanntes Krankheitsgefühl


Natürlich verläuft der weit überwiegende Teil von Infektionen völlig unauffällig. In seltenen Fällen jedoch kann eine Infektion eine Sepsis auslösen. Eines der Anzeichen ist dann, dass Erkrankte ein nie zuvor gekanntes Krankheitsgefühl haben oder darüber klagen. „Wenn auch noch der Pulsschlag übermäßig stark ansteigt, die Atmung deutlich erschwert ist, extreme Schmerzen auftreten oder sich die Haut feucht-kalt anfühlt, ist es höchste Zeit, Hilfe zu rufen“, erklärt Marx.

Für die Experten in der Anästhesiologie ist es indes ebenso wichtig, die Umstände, die zu einer Sepsis führen, sowie Abläufe, die sich dabei im Körper abspielen, genau zu erforschen – und daraus Schlüsse für die Behandlung zu ziehen. Zu den neuesten Studien gehört daher zum Beispiel das deutschlandweite Projekt „DigiSep“ unter Leitung der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Essen. Dieses untersucht, wie Patienten von einer neuen, digitalen Methode zur Bestimmung des Erregers profitieren. Die DGAI hat dieses Projekt über ihr Forschungsnetzwerk TIFOnet realisiert – und damit den richtigen Nerv in der klinischen Forschung getroffen. „Deutlich mehr als die initial geplanten 20 Kliniken wollten im Verlauf der letzten zwei Jahre an der DigiSep-Studie teilnehmen, was das große klinische Interesse an Sepsis und digitaler Diagnostik widerspiegelt“, verdeutlicht Prof. Dr. Thorsten Brenner, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Essen und Sprecher der Sektion Intensivmedizin in der DGAI.

 

Wie kommt es zum Organversagen?

 

Einer, der sich im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit der Sepsis-Forschung verschrieben hat, ist Prof. Dr. Jan Roissant, Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Als Leiter des klinischen Forschungsverbunds „Organdysfunktion im Rahmen systemischer Inflammationssyndrome“ erforscht er die Entzündungsreaktionen und ein nachfolgendes Organversagen bei einer Sepsis und wird dafür in diesem Herbst von der DGAI mit dem von der Firma Franz Köhler-Chemie gestifteten Inflammation-Award 2023 ausgezeichnet.

Zum Welt-Sepsis-Tag machen DGAI und BDA auf das World Sepsis Day Event 2023 zur Umsetzung der WHO Sepsis Resolution auf nationaler und internationaler Ebene aufmerksam. Die Hybridveranstaltung findet am 12. September 2023 in Berlin und online statt und bietet zahlreiche interessante Vorträge zum Thema. Weitere Informationen dazu unter: www.worldsepsisday.org/wsd-event-2023.

Die Sepsis Stiftung und die Global Sepsis Alliance haben zu diesem Anlass außerdem die „Berliner Deklaration zur Sepsis“ veröffentlicht und fordern darin die dringende Durchsetzung der WHA-Resolution zur Sepsis und die Wiederbelebung globaler Maßnahmen gegen Sepsis. Die DGAI zählt neben dem World Health Summit, der Virchow Foundation for Global Health und der Global Antibiotic Research & Development Partnership zu den Erstunterzeichnern der Deklaration.

 

Welt-Sepsis-Tag: Anästhesiologie will aufklären

Details
Erstellt: 11. September 2023

Nürnberg. Es ist eine der häufigsten Todesursachen: Rund 230.000 Menschen erkranken jährlich in Deutschland an einer Sepsis, mindestens 85.000 davon versterben – auch, weil das Wissen über Symptome im Allgemeinen sowie das fachspezifische Wissen über das, was bei einer Sepsis im Körper genau passiert, noch zu gering ist. Zum Welt-Sepsis-Tag, der alljährlich am 13. September stattfindet, wollen die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) sowie der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e.V. (BDA) daher auf die Bedeutung rechtzeitiger Erkennung und Forschung zum Thema aufmerksam machen.

„A und O ist, die Sepsis frühzeitig zu diagnostizieren“, erklärt Prof. Dr. Gernot Marx, Leiter der Klinik für Intensivmedizin und Intermediate Care am Universitätsklinikum Aachen und designierter Präsident der DGAI. In diesem Fall kann die Erkrankung meist gut behandelt werden. Doch viel zu häufig verstreichen wertvolle Stunden, bis die Sepsis erkannt und eine Behandlung eingeleitet wird. „Das muss sich ändern und dazu wollen wir beitragen“, so Marx.

So wollen DGAI und BDA einmal mehr typische Symptome einer Sepsis in Erinnerung rufen. „Im Volksmund wird die Sepsis häufig als Blutvergiftung bezeichnet“, erläutert Marx. Doch mit einer Vergiftung habe die Krankheit eigentlich nichts zu tun. „Eine Sepsis ist der schwerste Verlauf einer Infektionserkrankung. Sie entsteht, wenn die Wirtsantwort auf die Infektion z.B. durch Bakterien, Pilze oder Viren derart aus dem Ruder läuft, dass es zum Auftreten schwerer Organfunktionsstörungen oder gar zum Organversagen kommt.“  


Nie zuvor gekanntes Krankheitsgefühl


Natürlich verläuft der weit überwiegende Teil von Infektionen völlig unauffällig. In seltenen Fällen jedoch kann eine Infektion eine Sepsis auslösen. Eines der Anzeichen ist dann, dass Erkrankte ein nie zuvor gekanntes Krankheitsgefühl haben oder darüber klagen. „Wenn auch noch der Pulsschlag übermäßig stark ansteigt, die Atmung deutlich erschwert ist, extreme Schmerzen auftreten oder sich die Haut feucht-kalt anfühlt, ist es höchste Zeit, Hilfe zu rufen“, erklärt Marx.

Für die Experten in der Anästhesiologie ist es indes ebenso wichtig, die Umstände, die zu einer Sepsis führen, sowie Abläufe, die sich dabei im Körper abspielen, genau zu erforschen – und daraus Schlüsse für die Behandlung zu ziehen. Zu den neuesten Studien gehört daher zum Beispiel das deutschlandweite Projekt „DigiSep“ unter Leitung der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Essen. Dieses untersucht, wie Patienten von einer neuen, digitalen Methode zur Bestimmung des Erregers profitieren. Die DGAI hat dieses Projekt über ihr Forschungsnetzwerk TIFOnet realisiert – und damit den richtigen Nerv in der klinischen Forschung getroffen. „Deutlich mehr als die initial geplanten 20 Kliniken wollten im Verlauf der letzten zwei Jahre an der DigiSep-Studie teilnehmen, was das große klinische Interesse an Sepsis und digitaler Diagnostik widerspiegelt“, verdeutlicht Prof. Dr. Thorsten Brenner, Direktor der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Universitätsklinikum Essen und Sprecher der Sektion Intensivmedizin in der DGAI.

 

Wie kommt es zum Organversagen?

 

Einer, der sich im Rahmen seiner wissenschaftlichen Arbeit der Sepsis-Forschung verschrieben hat, ist Prof. Dr. Jan Roissant, Oberarzt an der Klinik für Anästhesiologie, operative Intensivmedizin und Schmerztherapie des Universitätsklinikums der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Als Leiter des klinischen Forschungsverbunds „Organdysfunktion im Rahmen systemischer Inflammationssyndrome“ erforscht er die Entzündungsreaktionen und ein nachfolgendes Organversagen bei einer Sepsis und wird dafür in diesem Herbst von der DGAI mit dem von der Firma Franz Köhler-Chemie gestifteten Inflammation-Award 2023 ausgezeichnet.

Zum Welt-Sepsis-Tag machen DGAI und BDA auf das World Sepsis Day Event 2023 zur Umsetzung der WHO Sepsis Resolution auf nationaler und internationaler Ebene aufmerksam. Die Hybridveranstaltung findet am 12. September 2023 in Berlin und online statt und bietet zahlreiche interessante Vorträge zum Thema. Weitere Informationen dazu unter: www.worldsepsisday.org/wsd-event-2023.

Die Sepsis Stiftung und die Global Sepsis Alliance haben zu diesem Anlass außerdem die „Berliner Deklaration zur Sepsis“ veröffentlicht und fordern darin die dringende Durchsetzung der WHA-Resolution zur Sepsis und die Wiederbelebung globaler Maßnahmen gegen Sepsis. Die DGAI zählt neben dem World Health Summit, der Virchow Foundation for Global Health und der Global Antibiotic Research & Development Partnership zu den Erstunterzeichnern der Deklaration.

 

Patientensicherheit in Gefahr: DGAI und BDA warnen vor Auswirkungen eines pauschalen PFAS-Verbots

Details
Erstellt: 04. September 2023

Nürnberg. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) und der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e.V. (BDA) warnen vor den gravierenden Auswirkungen eines pauschalen PFAS-Verbots ab 2025 auf die Sicherstellung der medizinischen Behandlung von jährlich mehr als 10 Millionen Patientinnen und Patienten in Anästhesie und Intensivmedizin.

Hintergrund: In einer untergesetzlichen Regelung plant die EU-Kommission ab 2025 ein weitreichendes und undifferenziertes Verbot von rund 10.000 Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS). Viele dieser Substanzen sind bislang unverzichtbar und alternativlos. Grundlage dieser geplanten Regelung bildet der Entwurf einer umfassenden PFAS-Beschränkung, der im Januar 2023 von der europäischen Chemikalienagentur ECHA im sogenannten Ausschussverfahren unter der REACH-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals; zu Deutsch: Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien) vorgelegt wurde.

DGAI und BDA lehnen diese geplante breite Regulierung ganzer Stoffgruppen unabhängig von deren konkret nachgewiesenem Risiko strikt ab, denn es geht um eine große Gruppe von mehr als 10.000 Einzelsubstanzen. Auf einige dieser Stoffe muss und kann sicherlich schnellstmöglich verzichtet werden, andere sind gerade in Medizinprodukten derzeit alternativlos. So fallen eine Reihe von Substanzen unter das Pauschalverbot, die u.a. für die Herstellung von Membranen in Beatmungs- und Dialysegeräten, Herz-Lungenmaschinen und in Schläuchen verwendet sowie für die Produktion hochwertiger Arzneimittel und  von Produkten mit Blutkontakt oder Verpackungen für steril in Verkehr gebrachte Medizinprodukte benötigt werden.

In vielen dieser Produkte können die PFAS jedoch nicht bis 2025 durch qualitativ gleichwertige Stoffe ersetzt werden. Die Entwicklung von Alternativen, deren klinische Validierung und Biokompatibilitätsprüfung, ist zeitaufwendig, nicht zuletzt aufgrund der hohen regulatorischen Anforderungen der Medical Device Regulation (MDR). Diese Produkte könnten dann durch die geplante kurze Übergangsfrist nicht mehr hergestellt und verwendet werden. „Dies wird, wenn die Politik nicht gegensteuert, zu einer erheblichen Gefährdung der Patientinnen und Patienten führen“, stellt Prof. Dr. Alexander Schleppers, Ärztlicher Geschäftsführer BDA / DGAI, fest.

DGAI und BDA fordern daher einen differenzierten Ansatz mit deutlich längeren Übergangsfristen und Ausnahmen für alternativlose Kunststoffe in Medizinprodukten sowie einen wissenschaftlichen Nachweis der Schädlichkeit der verschiedenen Substanzen verbunden mit einer Risiko-Nutzen Abwägung eines Verbots unter besonderer Berücksichtigung der Patientensicherheit. Die Politik und insbesondere das Bundesgesundheitsministerium müssen jetzt handeln.

 

Patientensicherheit in Gefahr: DGAI und BDA warnen vor PFAS-Verbot

Details
Erstellt: 04. September 2023

Nürnberg. Die Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin e.V. (DGAI) und der Berufsverband Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten e.V. (BDA) warnen vor den gravierenden Auswirkungen eines pauschalen PFAS-Verbots ab 2025 auf die Sicherstellung der medizinischen Behandlung von jährlich mehr als 10 Millionen Patientinnen und Patienten in Anästhesie und Intensivmedizin.

Hintergrund: In einer untergesetzlichen Regelung plant die EU-Kommission ab 2025 ein weitreichendes und undifferenziertes Verbot von rund 10.000 Per- und Polyfluoralkylsubstanzen (PFAS). Viele dieser Substanzen sind bislang unverzichtbar und alternativlos. Grundlage dieser geplanten Regelung bildet der Entwurf einer umfassenden PFAS-Beschränkung, der im Januar 2023 von der europäischen Chemikalienagentur ECHA im sogenannten Ausschussverfahren unter der REACH-Verordnung (Registration, Evaluation, Authorisation and Restriction of Chemicals; zu Deutsch: Registrierung, Bewertung, Zulassung und Beschränkung von Chemikalien) vorgelegt wurde.

DGAI und BDA lehnen diese geplante breite Regulierung ganzer Stoffgruppen unabhängig von deren konkret nachgewiesenem Risiko strikt ab, denn es geht um eine große Gruppe von mehr als 10.000 Einzelsubstanzen. Auf einige dieser Stoffe muss und kann sicherlich schnellstmöglich verzichtet werden, andere sind gerade in Medizinprodukten derzeit alternativlos. So fallen eine Reihe von Substanzen unter das Pauschalverbot, die u.a. für die Herstellung von Membranen in Beatmungs- und Dialysegeräten, Herz-Lungenmaschinen und in Schläuchen verwendet sowie für die Produktion hochwertiger Arzneimittel und  von Produkten mit Blutkontakt oder Verpackungen für steril in Verkehr gebrachte Medizinprodukte benötigt werden.

In vielen dieser Produkte können die PFAS jedoch nicht bis 2025 durch qualitativ gleichwertige Stoffe ersetzt werden. Die Entwicklung von Alternativen, deren klinische Validierung und Biokompatibilitätsprüfung, ist zeitaufwendig, nicht zuletzt aufgrund der hohen regulatorischen Anforderungen der Medical Device Regulation (MDR). Diese Produkte könnten dann durch die geplante kurze Übergangsfrist nicht mehr hergestellt und verwendet werden. „Dies wird, wenn die Politik nicht gegensteuert, zu einer erheblichen Gefährdung der Patientinnen und Patienten führen“, stellt Prof. Dr. Alexander Schleppers, Ärztlicher Geschäftsführer BDA / DGAI, fest.

DGAI und BDA fordern daher einen differenzierten Ansatz mit deutlich längeren Übergangsfristen und Ausnahmen für alternativlose Kunststoffe in Medizinprodukten sowie einen wissenschaftlichen Nachweis der Schädlichkeit der verschiedenen Substanzen verbunden mit einer Risiko-Nutzen Abwägung eines Verbots unter besonderer Berücksichtigung der Patientensicherheit. Die Politik und insbesondere das Bundesgesundheitsministerium müssen jetzt handeln.

 

BDAktuell JUS-Letter September 2023

Details
Erstellt: 31. August 2023

Neue Ausgabe des BDAktuell JUS-Letters mit folgenden Themen:

  • SG Dortmund: SSB-Regress wegen Perfusorspritzen mit Luer-Lock (KV Westfalen-Lippe)
  • SG Düsseldorf: SSB-Regress wegen Rückflusssperren als (Bestandteil von) Einmal-Infusionsbesteck (KV Nordrhein)
  • Whistleblowing: Hinweisgeberschutzgesetz seit 02.07.2023 in Kraft
  • Neues aus der Gesetzgebung: Änderung des Arbeitszeitgesetzes geplant

pdf Ausgabe September 2023 (2.46 MB)

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