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Aktuelles - Alle Mitteilungen

Pressemitteilung "Woche der Wiederbelebung" 2022

Details
Erstellt: 13. September 2022

12.09.22

„Woche der Wiederbelebung“ beginnt - Ab 19. September Wissen zur Herzdruckmassage auffrischen - Experten fordern mehr Reanimationsunterricht an Schulen

Nürnberg. „Wie geht noch mal die Herz-Lungen-Wiederbelebung? Mit Herzdruckmassage? Und Mund-zu-Mund-Beatmung?“ - Viele Menschen stellen sich diese Fragen, wenn sie wieder einmal von einem Notfall hören oder selbst eine Notfallsituation erleben.

In der „Woche der Wiederbelebung“ vom 19. bis zum 25. September fordern Hilfsorganisationen, Feuerwehren, Krankenhäuser und viele andere Institutionen wieder dazu auf, mit ihnen die lebensrettenden Maßnahmen und Handgriffe zu lernen oder noch einmal zu trainieren. An vielen Orten organisieren sie ab dem kommenden Montag Vorführungen und Kurse, damit Helferinnen und Helfer im Fall des Falles die richtigen Handgriffe ausführen können. Beispiele sind Übungsstunden in einem Möbelhaus in Saarbrücken am 22. September oder ein Informationsstand zur Wiederbelebung am 21. September auf dem Jubiläumsplatz in Mettmann.

Nur knapp über 40 Prozent führen Herzdruckmassage aus

„Wir sind bei der Quote der Laienhelfer weiterhin noch nicht auf jenen Plätzen, auf denen wir sein könnten“, sagt Professor Jan-Thorsten Gräsner, Sprecher des „Deutschen Reanimationsregisters“, das vor 15 Jahren von der „Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (DGAI) gegründet wurde. Nach wie vor liegt die Quote der Menschen, die in Deutschland bei einem Herzstillstand die Herzdruckmassage oder auch die Mund-zu-Mund-Beatmung anwenden, nur knapp über 40 Prozent. Während der Pandemie konnten kaum Schulungen angeboten werden.

„In den ersten drei, vier Minuten noch beste Ergebnisse“

Rettungsdienste und Notärzte kommen so schnell wie möglich mit Blaulicht, wenn über den „Notruf 112“ ein Herz-Kreislauf-Stillstand gemeldet wird. Dabei vergehen trotzdem immer mehrere Minuten. Diese Zeit müssen Laienhelfer überbrücken, denn das menschliche Gehirn kann nur sehr kurz ohne Sauerstoff überleben. Mit jeder Minute ohne Sauerstoff-Versorgung nimmt die Wahrscheinlichkeit für Behinderung oder Tod zu.

Alle zehn Minuten ein Herzstillstand außerhalb des Krankenhauses

Etwa alle zehn Minuten erleidet in Deutschland ein Mensch zu Hause oder auf der Straße einen Herz-Kreislaufstillstand. In den meisten Fällen ist ein medizinisches Problem die Ursache dafür. Etwa ein Drittel der Patientinnen und Patienten überleben das Ereignis und werden aus dem Krankenhaus entlassen. Aber nur ein Fünftel der Betroffenen behalten keine Schäden zurück und können wieder problemlos am Leben teilnehmen. Mit dem „Deutschen Reanimationsregister“, das mittlerweile weit über 300.000 Datensätze zu Reanimationseinsätzen gesammelt hat, trägt die „Deutsche Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ zur Weiterentwicklung der Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Laien und Profis bei.

Mund-zu-Mund-Beatmung verbessert die Überlebenschancen

Ob zusätzlich zur Herzdruckmassage auch die Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung ausgeführt werden sollte, wird von Fachleuten nach wie vor diskutiert: „Neue große Studien haben ergeben, dass Menschen bei einem Herz-Kreislaufstillstand mit der Beatmung besser überleben als ohne“, erklärt Reanimationsexperte Gräsner. Das Minimum sei die Herz-Druck-Massage.
Der grundsätzliche Leitsatz zur Herz-Lungen-Wiederbelebung lautet: „Prüfen, rufen, drücken“: Das Bewusstsein prüfen, den Notruf 112 wählen und dann 100-mal pro Minute den Brustkorb etwa fünf Zentimeter zum Boden drücken. Nehme man dann noch die Beatmung hinzu, sei das umso effektiver, erklärt Professor Gräsner weiter: „Dafür ist kein Studium notwendig. Ein normaler Erste-Hilfe-Kurs reicht voll und ganz aus!“ Unsicherheiten entstünden meist durch die Sorge vor Infektion oder der Versorgung von Fremden. Weil aber zwei Drittel der Kreislaufstillstände zu Hause passierten, seien die Helferinnen und Helfer oft mit den Patientinnen und Patienten verwandt, so dass die Überwindung zur Mund-zu-Mund- oder Mund-zu-Nase-Beatmung dann nicht so groß sein dürfte.

„Es gibt kein Argument gegen Unterricht zur Wiederbelebung“

Neben Aktionen wie der „Woche der Wiederbelebung“ setzen die Experten zur allmählichen Steigerung der Laienhelfer-Quote vor allem auf die Vermittlung der Herzdruckmassage im Schulunterricht: „Es gibt eigentlich kein Argument, warum wir Schülern Wiederbelebung nicht beibringen sollten“, zeigt sich Professor Gräsner verwundert, dass die lebensrettenden Handgriffe längst noch nicht in allen Bundesländern vermittelt werden. Oft sei man in Deutschland nur noch in der Lage, gute Gründe zu finden, weshalb die Wiederbelebungsmaßnahmen im Unterricht nicht Thema sein könnten. Dabei müsse man nur ins Ausland schauen, wo die Maßnahmen in vielen Schulen längst gelehrt würden.

Professor Gräsner ist sich jedoch sicher: „Wir brauchen auch den Laien, um Patienten nach Herz-Kreislauf-Stillstand zu retten“ …
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Palliativmedizin auf dem "Hauptstadtkongress der DGAI für Anästhesiologie und Intensivtherapie" 2022

Details
Erstellt: 13. September 2022

12.09.22

Sterbenden eine gute medizinische Versorgung ermöglichen - Palliativmediziner aus der Anästhesiologie diskutieren auf Kongress über Neuerungen - Bewusstsein für Palliativmedizin ist stark gewachsen

Nürnberg. „Palliativmedizin ist keine Sterbemedizin“, sagt Professor Wiese, Sprecher des gemeinsamen Arbeitskreises Palliativmedizin der „Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin“ (DGAI) und des „Bundes Deutscher Anästhesisten“ (BDA). Vielmehr handele es sich um eine spezialisierte Medizin, die bei schwerer Krankheit dazu beitrage, dass das verbleibende Leben erträglicher werde, für die Patientinnen und Patienten und für ihre Angehörigen. Und damit könne auch eine Lebensverlängerung verbunden sein.

Einige hundert Palliativmedizinerinnen und Palliativmediziner aus der Anästhesiologie werden in dieser Woche in Berlin über Neuigkeiten aus der Palliativmedizin diskutieren und weitere Projekte planen. Auf dem „Hauptstadtkongress der DGAI für Anästhesiologie und Intensivtherapie“ (HAI) ab dem 14. September ist ein ganzer Veranstaltungsblock der Palliativmedizin gewidmet. Neben Narkosen, Intensivmedizin, Notfallmedizin und Schmerztherapie gehört die Palliativmedizin zu den Fachbereichen der Anästhesiologie.

Telemedizin und Intensivmedizin im Zusammenspiel mit Palliativmedizin

Themen auf dem Kongress sind zum Beispiel der Einsatz der Telemedizin zur Versorgung von Palliativpatientinnen und -patienten, neue Ansätze zur Behandlung typischer Symptomen wie Übelkeit oder Müdigkeit oder auch die Einbindung der Palliativmedizin in die Intensivmedizin. Denn sollte bei einer Patientin oder einem Patienten auf der Intensivstation absehbar sein, dass das Leben bald zu Ende gehen wird, können von dort aus schon die Wege für eine bessere, palliativmedizinische Versorgung gebahnt werden.

Bewusstsein und Interesse an Palliativmedizin wächst weiter

„Die Aufmerksamkeit für die Palliativmedizin wird immer größer“, sagt Professor Wiese, der selbst Chefarzt der Klinik für Anästhesiologie und Intensivmedizin am Stiftung Herzogin Elisabeth Hospital in Braunschweig ist. Dieser Trend zeige sich in der Gesellschaft, die durch die Corona-Pandemie häufiger mit den Themen „Lebensende“ und „Sterben“ konfrontiert wurde: „In Alteneinrichtungen und Krankenhäuser herrschten Besuchsverbote. Das bedeutete auch für viele Menschen, dass sie in diesen Monaten allein, ohne angemessene Begleitung sterben mussten.“ Gleichzeitig wachse auch in den Reihen der Anästhesistinnen und Anästhesisten das Bewusstsein und das Interesse an der Palliativmedizin. Viele Kolleginnen und Kollegen entschieden sich, die entsprechende Zusatzqualifikation zu erlangen: „Wir möchten den Patientinnen und Patienten auch am Lebensende mit unserem speziellen Wissen und Fähigkeiten zur Seite stehen.“

Die fachlichen Voraussetzungen für eine gute palliativmedizinische Versorgung würden immer besser, ist sich Professor Wiese sicher. Er wünscht sich, dass nun auch die Strukturen modernisiert werden und die Krankenkassen bei der Finanzierung der Behandlungen mitziehen: „Hier gibt es noch viel nachzuholen!“

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Verlängerung der Haltbarkeit von Comirnaty PBS Konzentrat ab 12 Jahren - 15 statt 12 Monate im Ultratiefkühlbereich haltbar

Details
Erstellt: 12. September 2022

Bitte finden Sie anbei eine wichtige Information zur Aktualisierung der Haltbarkeitsdauer für den COVID-19-mRNA-Impfstoff COMIRNATY.

default Ema combined h 5735 de1 (1.83 MB)

default Comirnaty PEI PBS 15m shelf life DHCP 2022 09 06 signed (304 KB)

 

 

 

 

 


 

 

 

 

 



 

Inflationsausgleich soll Kliniken retten

Details
Erstellt: 07. September 2022

Berlin (pag) – Inflation und steigende Preise setzen den Krankenhäusern zu. Die Deutsche Krankenhausgesellschaft (DKG) fordert darum einen Inflationsausgleich vom Staat.

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Assistierte Selbsttötung: ein (noch) seltenes Phänomen

Details
Erstellt: 07. September 2022

Berlin (pag) – „Klarheit, Leitplanken und Schutz“ fordert die Grünen-Politikerin Renate Künast in der Sterbehilfedebatte. Nach einem Urteil des Bundesverfassungsgerichts steht der Bundestag vor einer erneuten Entscheidung über Sterbehilfe und ärztlich assistierte Selbsttötung. Es existieren zwar drei Gesetzesentwürfe, aber einen Anhörungstermin gebe es im Parlament noch nicht, sagt Künast bei einer Pressekonferenz der Deutschen Gesellschaft für medizinische Hämatologie und Onkologie (DGHO).

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